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allein sind nutzlos!

Über dieses Thema gibt es unendlich viele Worte zu verlieren. Liegt ja auf der Hand. Doch wieviel Wert haben unsere Worte? Wozu sind unsere Worte fähig? Was lösen sie aus? Haben auch die schnell dahingesagten Worte Bedeutung?

Man sagt:

  • Worte haben Macht
  • Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
  • viele Worte, aber nichts dahinter
  • wer viel redet, gibt nicht gern
  • sich ins Verderben reden

Redewendungen, die sich auf unsere Worte beziehen und die ein oder andere Wahrheit enthalten. Mich inspiriert dieses Bild von Marcus Hähndel über meine Worte nachzudenken. Welchen Wert haben meine Worte? Kommen da aus meinem Mund zerstörerische und hässliche Worte, oder eher aufbauende und segnende? Und bleiben es nur Worte, oder werden daraus auch Taten? Diese 2 Aspekte haben unsere Worte. Einen inhaltlichen und einen schöpferischen/kreativen.

Der inhaltliche Aspekt

Ich kann mit meinen Worten andere Menschen extrem verletzen, demütigen, demotivieren, frustrieren, verärgern und negativ treffen. Ich kann sie auf der anderen Seite aber auch bestärken, aufbauen, motivieren, ermutigen und positiv beeinflussen. Ich kann mit meinen Worten sowohl Fluch als auch Segen weitergeben. Und das gilt nicht nur in der Konversation mit andern Menschen. Auch die Worte, die ich mir selber sage, können destruktiv oder konstruktiv sein. Worte haben Macht! Sie machen etwas mit dem anderen. Sie beeinflussen ihn positiv oder negativ. Sie hinterlassen ein Bild, einen Eindruck, einen Geschmack. Bist du dir dessen bewusst?

Der schöpferische/kreative Aspekt

Auf diesen Aspekt zielt das Bild von Marcus ab. Hier geht es darum, ob man sich auf meine Worte verlassen kann. Steh ich zu dem, was ich sage? Oder ist es nur leeres Geschwätz? Lass ich meinen Worten entsprechende Taten folgen, oder war es nur so dahin gesagt – nur Luft? Worte allein sind nutzlos, wenn keine Taten folgen. Sie hinterlassen einen faden Geschmack, wenn ich nicht zu ihnen stehe. Hilfe, die ich anbiete aber nicht umsetze oder Versprechen, die ich gebe aber nicht einhalte, sind nutzlose Worte. Sie produzieren Ärger und Enttäuschung. Sie zerstören Beziehungen.

Fazit

Ich kann sowohl Segen als auch Fluch in einen Menschen (auch mir selber) hineinsprechen. Ich kann ihn durch meine Worte zum aufblühen bringen, oder ihn zerstören. Und wenn ich schon positive, helfende und aufbauende Worte spreche, können selbst die, Beziehungen zerstören und Wertlos sein, wenn ich sie nicht umsetze.

Wie Eingangs schon gesagt, gibt es zu diesem Thema unendlich viel zu sagen. Aber diese Gedanken allein reichen mir schon, um 3 Dinge zu verstehen:

  • Ich sollte weniger reden sondern einfach tun.
  • Ich sollte mir VORHER überlegen wann ich was sage (Zeit lassen beim Reden).
  • Ich sollte meine Worte bewusster wählen, z.B. bewusster JA oder NEIN sagen (auch das NEIN sagen ist möglich, muss aber oftmals erst gelernt werden).

Jesus sagte in der Bergpredigt (Matth. 5,37): „Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein! Alles, was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.“ Und in Matth. 12,36 sagt er: „Ich sage euch: Am Tag des Gerichts werden die Menschen Rechenschaft ablegen müssen über jedes unnütze Wort, das sie geredet haben.“

Die Bibel hat viel über den Gebrauch unserer Worte zu sagen. Aber allein diese beiden Aussagen Jesu machen deutlich, dass unsere Worte Gewicht haben. Ich denke, das müssen wir uns immer wieder mal bewußt machen.

 

„Sei nicht weise in Worten, sondern in Taten“

jüdisches Sprichwort

 

Worte allein sind nutzlos
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3 Gedanken zu „Worte allein sind nutzlos

  • 1. Juni 2014 um 20:06
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    Zum inhaltlichen Aspekt kann ich mich der o.a. Aussage nur anschließen: Worte haben eine beachtliche Macht: Sie können aufbauen und/oder unüberlegt eingesetzt: Zerstören! Man tut gut daran, sich ständig dieser Wahrheit bewusst zu sein.

    Dass Versprechungen nur Hülsen bleiben, wenn den Worten keine Taten folgen, ist nicht neu.
    Insofern ist dem aufgeführten Sprichwort nichts hinzuzufügen.

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