Berg und MeerWenn ihr zu diesem Berge sagt …

Ich habe mich immer gefragt, was Jesus damit meint, wenn er in Matthäus 17,20 und Matthäus 21,21 zu seinen Jüngern sagt: „wenn ihr zu diesem Berge sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer!“.  Bisher dachte ich, Jesus verwendet hier nur ein Bild, um uns klar zu machen, wozu großer Glaube fähig ist. Sicherlich ist das auch richtig. Aber ist das alles, was Jesus uns damit verdeutlichen will?

Jesus sagt: „wenn ihr zu diesem Berge sagt …“. Er redet hier davon, dass es scheinbar Situationen gibt, in denen wir zu einem Gegenstand, einem Umstand oder einer Situation sprechen sollen. Bis vor ca. einem dreiviertel Jahr war dieser Gedanke total neu für mich. Ich ging immer davon aus, dass Gebet nur in eine Richtung geht. Die Adresse kann nur Gott sein. Hier lehrt Jesus seine Jünger aber etwas anderes.

Es gibt offensichtlich Situationen in denen wir aufgefordert sind zu einem Berg zu sprechen. Ein Berg stellt ein Hindernis dar. Manchmal auch eine nicht zu überwindende Blockade. Etwas was im Weg steht. Jesus sagt uns hier, dass wir zu dem Hindernis, zu dem Problem sprechen können und sollen. In Matthäus 17,20 heißt es dazu: „Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn“. Da ein Senfkorn das kleinste aller Samenkörner ist, bedeutet das, dass wir nicht viel Glauben brauchen, um an der Stelle etwas großes zu bewegen.

Seit dem mir das bewusst geworden ist, probiere ich das in meinem Leben Praxis werden zu lassen. Mittlerweile bitte ich Jesus nicht mehr darum, mir destruktive Gedanken und depressive Gefühle zu nehmen. Ich spreche diese direkt an und gebieten ihnen zu weichen. Ich bitte Gott um Veränderung und Erneuerung in meinem und dem Leben anderer. Ich bitte konkret um Erneuerung in bestimmten Lebensbereichen und Situationen. Manchmal merke ich dann, wie Unglaube und Zweifel in mir zu wachsen beginnen, weil mir meine Bitten zu konkret und zu groß erscheinen. In solchen Situationen spreche ich den Zweilel und den Unglaube mittlerweile direkt an und gebiete ihnen, sich „ins Meer zu schmeißen“. Über die Wirksamkeit dieses Glaubensschrittes bin ich zum Teil extrem überrascht. Es gelingt nicht immer. Aber ich kann sagen, dass ich einen neuen Weg gefunden habe mit destruktiven Kräften in meinem Leben umzugehen. Im folgenden kurzen Video werden diese Gedanken noch einmal sehr gut Zusammengefasst und auf den Punkt gebracht.

Foto: © szeke / flickr.com

 

Einen älteren Artikel, der an dieser Stelle passt und zum weiterdenken einläd, findest Du hier: „Wenn Probleme sprechen könnten…“

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wenn ihr zu diesem Berge sagt: Heb dich und wirf dich ins Meer!
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