MaennlichenUrlaub, Auszeit vom Alltag.

Wir alle lieben es, unseren Urlaub zu planen und Vorbereitungen zu treffen, für ein paar Tage oder mehrere Wochen dem Alltag zu entfliehen. So geht es im Moment auch mir. Als Familie planen wir unseren diesjährigen Urlaub in der Schweiz. Am kommenden Freitag geht es los.

Meine Jungs haben die Aufgabe bekommen, sich auszusuchen was sie sehen und erleben wollen. Sie sollen sich die Schweiz anschauen und im Netz recherchieren was wir wo machen können. Sie sind fleißig dabei 🙂 Ich habe auch schon Ideen was ich gerne machen möchte. Meine Frau lässt sich komplett überraschen. „Ihr werdet schon was schönes raussuchen.“ sagt sie.

Diese Urlaubsmöglichkeit zu haben und wegfahren zu dürfen, empfinde ich gerade in der aktuellen weltpolitischen Situation als absolutes Geschenk. Mir ist sehr bewusst, wie groß dieser Luxus ist. Die meisten Menschen auf diesem Planeten können das nicht und müssen sich mit ganz anderen Problemen rumschlagen.

Aber was ist das Besondere an einem Urlaub? Was suchen wir? Was macht unseren Urlaub aus? Wir sind für einige Zeit aus unserem Alltagstrott raus! Es ist wie ein neuer Horizont, der sich uns eröffnet. Das empfinde ich wie eine Befreiung. Ich liebe meine Arbeit. Aber ich genieße es auch, mal Abstand davon zu haben. Die Beine baumeln zu lassen und nicht ständig an Kunden, Verträge und Abläufe denken zu müssen.

Urlaub ist die Zeit, wo wir den Alltag hinter uns lassen und uns auf Dinge konzentrieren, die wir genießen können oder erleben wollen. Urlaub ist eine kleine Auszeit vom alltäglichen Ablauf. Und das in mehreren Bereichen. Wir erleben die Familie anders und intensiver. Gespräche, die sich im Alltag nie so anbieten haben plötzlich einen Raum. Die Arbeit fällt weg und wir haben Freizeit. Wir genießen Unternehmungen und Aktionen. Das ist Urlaub!

Wie ist das aber in der Beziehung zu Gott? Zu Beginn meiner Christus-Nachfolge habe ich solche Urlaubszeiten auch als Urlaub in Bezug auf die vielen Aufgaben und Verantwortungen in der Gemeinde verstanden und erlebt. Für 2 Wochen keinen Gottesdienst, keine Bibelstunde oder Hauskreis. Keine Verantwortungen. Sicherlich ist das auch eine Entspannung die manchmal sehr wichtig und dran ist. Aber was ist mit der Beziehung zu Gott an sich? Kann man hier von auch Urlaub nehmen?

Die Frage klingt komisch, ich weiß. In den vergangenen Jahren war das aber mein Denken. Ich habe das nie ausgesprochen oder thematisiert, aber es war so. Ich habe in meinem Urlaub auch Urlaub von Gott gemacht. Weil ich die Struktur meines Glaubens mit meinem persönlichen Glauben gleich gesetzt habe.

Dieses Denken kommt mir mit der Weile nicht mehr in den Kopf. Ich kann keinen Urlaub von einer Beziehung nehmen. Schon gar nicht von meiner Beziehung zu Gott.

Was ich aber als befreiend und motivierend empfinde ist die Tatsache, dass ich im Urlaub meine Zeit mit Christus auch mal ganz anders gestalten kann. Ich kann Dinge ausprobieren, habe Zeit und Möglichkeiten andere Impulse in meine tägliche Zeit mit Gott zu integrieren. Alltäglicher Glaube wird ein Stück realer und authentischer.

Diese Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren an der Stelle machen konnte, lassen mich hoffnungsvoll in den anstehenden Urlaub gehen. Ich freue mich darauf, neue Erfahrungen in der Zeit mit meinem Gott zu machen. Ich mache Urlaub von religiösen Abläufen, Strukturen und Verantwortungen. Aber ich mache keinen Urlaub mehr von meiner Gottesbeziehung! Auch wenn ich das erst lernen musste.

Heute sehe ich unserem Urlaub mit einer großen Portion Spannung nicht nur im familiären sonder auch im geistlichen Sinn entgegen. Ich freue mich auf eine Auszeit von Alltag, Arbeit und geistlicher Eingefahrenheit. Schauen wir mal, was daraus wird ….

Urlaub, Auszeit vom Alltag
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