Wie können wir Schamlos frei, oder anders gesagt, frei von unserer Scham werden? Kann das überhaupt unser Ziel sein? Ist das überhaupt gut, sich seiner Scham zu entledigen?

Scham gehört zu den mächtigen Gefühlen, die menschliches Verhalten steuern („motivieren“).  Sie reguliert (teilweise durch sozialen Anpassungsdruck) menschliches Zusammenleben und verhindert, dass Mitglieder einer Gemeinschaft „herausfallen“. Wer sich abgelehnt („ungeliebt“, ungewollt oder isoliert) fühlt, reagiert daher häufig mit Scham. Scham ist häufig mit dem Erleben verbunden, „anders“ zu sein (von der Norm abzuweichen). Am liebsten möchte er oder sie sich verbergen. Dabei kommt es häufig zum Erröten. Aus Angst, (erneut) abgelehnt zu werden, gehen manche Schambetroffene lieber auf Distanz, was im Extremfall zu einer „sozialen Phobie“ führen kann. Auch bei anderen Erkrankungen (wie Essstörungen, Depression, Sucht, narzisstischen Persönlichkeitsstörungen, Hypochondrie, Zwangsstörungen, Dysmorphophobie) spielt Scham oft eine zentrale Rolle. Die erwähnten Leiden sind zugleich typische „Masken der Scham“.

Quelle: www.angst-auskunft.de

Wer nicht mehr unter dem Einfluss der Scham steht, kann endlich ein authentisches Leben führen – äußerlich und innerlich der Gleiche sein. Es ist eine enorme Erleichterung, wenn man uns genauso kennt, wie wir sind, und wir den Menschen sowohl unsere Schwächen als auch unsere Stärken zeigen können.

Menschen ohne Scham stellen die Realität über ein Image, die Aufrichtigkeit über Angeberei und Ehrlichkeit über Betrug. Das liebe Geschwister möchte ich leben.

[audio:http://mundil.de/Predigten/Schamlos_frei.mp3]
schamlos Frei (mp3-Predigt)
Markiert in:             

Kommentar verfassen