Ich bin auf einer Reise, und bin noch nicht ganz da …

Diese Zeilen singt Florence Joy in dem Song von Andi Weiss: „mein Ziel“. Als ich über die Jahreslosung 2013 nachdachte, ist mir dieser Song eingefallen. Ich denke, er drückt genau das aus, worum es dem Schreiber des Hebräerbriefes im Neuen Testament der Bibel ging.

„Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“
Hebräer 13 Vers 14 – Jahreslosung 2013

Wir bauen Häuser, richten unser Leben ein. Schaffen uns ein „zu Hause“. So machen wir das alle in der ein oder anderen Form. Und das ist auch ok. Nur bleibt die Frage: wieviel „zu Hause“ kann dieses Leben, kann diese Welt uns wirklich bieten? Irgendwann müssen wir es doch alles zurück lassen.

Florence singt: „Ich bin auf einer Reise …“. Der Liedtext zielt in die gleiche Richtung wie die Jahreslosung. Wir alle sind irgendwie auf einer Reise und letztlich auch auf der Suche. Auf der Suche nach Glück, nach Leben, Liebe, Perspektive und Sinn. Wir sind auf der Suche nach einem richtigen, einem bleibenden „zu Hause“.

Jesus Christus kam in diese Welt, um uns bei der Suche nach diesen Dingen zu helfen. Er hat uns gezeigt, wo wir diese Lebensgrundlagen finden können. Nämlich beim Schöpfer des Lebens – bei Gott selbst. Seitdem ich Christus folge merke ich, dass auch in mir die Hoffnung auf mehr wächst. Und nicht nur das. Es fängt hier, in diesem Leben schon an, dass ich Stück für Stück eine Ahnung bekomme wie Gott die Worte Glück, Liebe, Leben, Perspektive, Sinn und „zu Hause“ definiert. In dieser Welt werden wir das immer nur ansatzweise erleben. Aber es besteht, seit Jesus, die berechtigte Hoffnung auf mehr!

In guten Tagen machen uns die Zeilen der Jahreslosung darauf aufmerksam, dass uns viel mehr versprochen ist, als wir hier auf Erden momentan vielleicht haben und erleben. Ich denke dieses Bibelwort will uns sagen, dass wir uns hier nicht „häuslich niederlassen“ sollen. Alles was wir haben und sind, ist uns vorübergehend geschenkt. Unser Herz daran zu hängen wäre nicht sinnvoll, weil es eines Tages nicht mehr sein wird. Das heißt nicht, dass wir nicht Häuser bauen und uns einrichten sollen. Wir sollen nur unser Herz nicht daran hängen. Darum geht es. Wir sollen offen bleiben für das, was Gott in unserem Leben tun will, für die Wege, die er uns führen will …

In schlechten Tagen können uns diese Zeilen zum Trost werden, weil das Leben hier eben nicht alles ist. Das Beste kommt noch. Mancher sagt jetzt vielleicht: „das ist doch nur ein billiges Vertrösten auf bessere Zeiten“. Ich denke das nicht. Mir hat der Blick von mir und meiner Situation weg auf das große Ganze, auf Gottes Perspektive (soweit ich sie gewinnen konnte), schon oft geholfen, wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Die Psalmen in der Bibel sind mir an der Stelle schon manchmal zur großen Hilfe geworden. Hier beschreiben Menschen ihre Suche nach Gottes Perspektive auf ihr Leben und ihre Situation. Sie schauen von sich weg auf Gott, um seine Perspektive zu gewinnen. Es kann sehr ermutigend sein, diese Gebete zu lesen.

Denn ich bin auf einer Reise, und bin noch nicht ganz da. Ich habe hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suche ich!

 

Foto: © h.koppdelaney / flickr.com

ich bin auf einer Reise, und bin noch nicht ganz da
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