Gott kam um uns zu adoptieren

Wenn sich ein Paar dazu entscheidet ein Kind zu adoptieren, dann ist das unter Umständen mit einer Menge Bürokratie und Schwierigkeiten verbunden. In manchen Ländern ist es fast unmöglich den ganzen Vorschriften und Bestimmungen zu genügen, um ein Kind zu adoptieren. Das hat bis zu einem bestimmten Punkt auch sicher seine Berechtigung.

Es gibt auch Länder, in denen ist die bürokratische Hürde nicht so hoch, aber dafür gibt es eine finanzielle. Viele amerikanische Paare gehen z.b. nach Brasilien, weil es dort nicht ganz so schwierig ist, wie in ihrem Land. Ich habe gelesen, dass viele dieser Paare nach Brasilien reisen und dort dann wochenlang unterwegs sind um die Sprache und die Kultur kennen zu lernen. Sie nehmen eine Menge auf sich, kämpfen mit der Bürokratie und zahlen zum Teil unheimlich hohe Gebühren, und das alles in der Hoffnung ein Kind mit nach Hause nehmen zu können.

Warum erzähle ich das? Was hat das mit Weihnachten zu tun? In Johannes 1,12 steht:

„Allen, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, denen gab er Macht Gottes Kinder zu werden.“ – man könnte auch sagen: „die adoptierte er“

Gott hat für uns also etwas ähnliches getan. Er kam in unsere Welt, kämpfte gegen eine Menge Widerstand und Ablehnung und bezahlte am Ende einen unsagbar hohen Preis. Den höchsten Preis, der je für eine Adoption gezahlt wurde. Er bezahlte mit seinem Leben. Gott kam uns in Jesus so nahe, wie es näher nicht mehr geht. Er wurde Mensch und reiste in unsere (kaputte) Welt, um uns zu adoptieren. Und dazu kommt, dass er das aus reiner Liebe tat.

Wenn Kinder heute adoptiert werden, sind die Motive manchmal fraglich und nicht so rein. Kinder sollten adoptiert werden, weil sie etwas brauchen – nämlich Liebe und ein Zuhause. Gott weiß, dass es genau diese Dinge sind, die uns fehlen, Liebe und ein Zuhause. Um uns dieses Adoptionsangebot zu machen wurde Gott an Weihnachten Mensch.

Dem Gesetz nach, gehören wir jetzt ihm. Er hat uns für sich erworben. Uns stehen nun alle gesetzlichen Vorrechte zu, die Kindern gewährt werden. Unsere Adoption, unsere Erlösung aus Schuld, Vergänglichkeit und Hoffnungslosigkeit, war sein Ziel. Um uns eine Heimat und eine Zukunft zu geben.

In Offenbarung 3,20 sagt Jesus: „Siehe, ich stehe vor der Tür, und klopfe an.“ Und das sagt er mir und Dir und jedem Menschen auf dieser Welt.

Wenn ich nun diese beiden Bibelstellen miteinander verbinde, heißt es frei übersetzt:

Siehe, ich stehe vor Deiner Tür, und klopfe an. Wenn Du mich aufnimmst und mir Dein Vertrauen schenkst, geb ich Dir das Recht Gottes Kind zu werden. Ich adoptiere Dich.

 

Ich wünsche allen frohe, ruhige und gesegnete Weihnachtstage. Euer Tobias

Foto: © Meneer Zjeroen / flickr.com

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