Wie baut man eine Geige mit überlegener Qualität?

„Von einem alten Geigenbauer wird erzählt, er sei von den anderen Meistern seiner Zunft wegen der überlegenen Qualität der Instrumente, die er baute, sehr beneidet worden. Schließlich hat er das Geheimnis seines Erfolges aufgedeckt. Während die anderen ihr Holz für die Violinen aus dem geschützten Tälern holten, kletterte er in die zerklüfteten Felsen der Berge, um sich Bäume zu beschaffen, die von Stürmen gekrümmt und knorrig geworden waren. Von diesen wetterharten Königen der Wälder nahm er das Holz für seine Geigen, die berühmt wurden für ihre Klangqualität und Schönheit. Er wußte, dass die Fasern solcher Bäume durch die wilden Angriffe der Gebirgsstürme gekräftigt und widerstandsfähig werden. Dieser, von den Stürmen gemarterte Kern des Baumes war es, der den Instrumenten eine so wundervolle Klangfarbe verlieh.“

Vielleicht verfolgt Gott mit uns einen ähnlichen Plan, wenn er so manche Stürme in unserem Leben zulässt. Vielleicht geht es in diesen Zeiten nur darum, dass wir an Profil gewinnen, Charakter entwickeln und widerstandsfähiger werden sollen. Ich glaube nicht, dass Gott Situationen in unserem Leben zulässt, an denen wir zwangsläufig zerbrechen müssen. Ich denke, er weiß genau wieviel wir tragen können und mutet uns nicht mehr zu (auch wenn man das in diesen Phasen oft nicht so sieht). Vielleicht liegt in solchen Zeiten auch für uns die Chance, dass innere Schönheit und Klangqualität zu Tage gefördert wird.

Foto: © paudir / flickr.com

Eine Geige von überlegener Qualität
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4 Gedanken zu „Eine Geige von überlegener Qualität

  • 4. April 2013 um 15:38
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    Hallo Tobias,
    kennst du das Buch „Der Klang“ von Martin Schleske?
    Er ist Geigenbauer und Christ und beschreibt anhand von Gleichnissen aus seiner Werkstatt, wie Gott mit uns als Menschen umgeht. Schwarzbrotlektüre – sehr zu empfehlen.
    Herzliche Grüße
    Christiane

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    • 18. April 2013 um 23:42
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      Nein Christiane, das Buch kenne ich leider nicht. Aber es klingt sehr interessant. Ich kann mir gut vorstellen, dass man an der Stelle viele Vergleiche zu unserem Leben als Christ findet 🙂
      Danke für den Hinweis!

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  • 4. April 2013 um 15:27
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    Danke für diesen schönen Beitrag! Gut geschrieben!

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    • 18. April 2013 um 23:47
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      Hallo Philipp, ich genieße die Artikel auf Deinem Blog Gotteskuss (siehe Links) auch sehr! Sie sprechen mir an vielen Stellen aus dem Herzen. Auch ich will mich an dieser Stelle mal dafür bedanken 🙂

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