BergeEs verändert sich was in unserer reichen, westlichen Welt. Unsere christliche Bequemlichkeit wird angegriffen und bedroht (wird vielleicht auch langsam Zeit). Christsein ist vielleicht in Deutschland und manch anderen westlichen Staaten noch toleriert und ein Lebenskonzept unter vielen. In immer mehr Ländern ist das aber nicht mehr so. Auch hier in Deutschland werden die Stimmen lauter, die evangelikale Christen auf Grund ihrer Überzeugung in eine bestimmte Ecke drängen.

Immer öfter werden Christen auch hierzulande als Fundamentalisten „beschimpft“. Wenn man damit das Fundament des Glaubens an Jesus Christus meint, ist das aber gerechtfertigt. In diesem Sinn stehe ich dazu und bin ein Fundamentalist. Christen haben ein Fundament und damit auch automatisch eine Meinung zu Abtreibung Gender-Mainstream und mancher Glaubensgleichmacherei die unsere tolerante Gesellschaft hervor bringt.

Im Wort „Fundamentalist“ schwingt aber immer auch ein Hauch von Radikalität, Fanatismus und Intoleranz mit. Dabei ist Radikalität in der eigenen Christusnachfolge absolut wichtig. Aber auch dieses Wort wird allgemein anders interpretiert. Bei Radikalität und Fundamentalismus wird meistens an eine Form von Gewalt und Unterdrückung anders Gläubiger gedacht.

Dabei heißt Radikalität nur von einer Sache überzeugt zu sein und sie standhaft zu vertreten. Genauso wie ein Fundamentalist einer ist, der ein Fundament hat.

In den Medien hören wir oft von radikal islamischen Fundamentalisten. Wir hören von Anschlägen, Entführungen und Drohungen. Wir sehen Bilder von Opfern, Verwüstungen und von der Entweihung religiöser Orte.

Wenn dann in ARD-Fernsehberichten oder bei offiziellen Kommentaren zu Demonstrationen evangelikaler Christen (Demo gegen den Bildungsplan 2015 in Stuttgart im März diesen Jahres) von radikal christlichen Fundamentalisten gesprochen wird, dann hören viele es im gleichen Kontext und es werden unweigerlich die selben Bilder im Kopf hervorgeholt, die wir alle kennen. Wir werden uns daran gewöhnen müssen in die selbe Schublade gesteckt zu werden.

Dabei ist das höchste Gebot, welches Jesus seinen Jüngern mit auf den Weg gab, die Liebe zu Gott und den Mitmenschen. Und dabei ist es egal, welche Hautfarbe, welche Religion und welches Lebenskonzept dieser Mitmensch hat bzw. folgt.

Ein radikal, christlicher Fundamentalist hat die Bibel als Fundament. Er lebt seinen Glauben radikal – will heißen, er setzt um, was Jesus vorgelebt hat. Er ist ein Nachfolger. Denn Jesus hatte ein Fundament und er lebte radikal, er war aber alles andere als Lieblos und Gewalttätig. Er liebte selbst seine Feinde, die ihn ans Kreuz schlugen.

Auch wir Christen, die wir momentan noch nicht verfolgt werden, müssen uns auf Veränderungen einstellen. Jesus hat es mehrfach angekündigt. Und ich denke, das würde uns sogar gut tun. Ich weiß nur nicht, ob ich mir das wünschen soll.

Manche „internen“ Konflikte würden bei der Betrachtung der allgemeinen Situation der Christen in dieser Welt vielleicht (hoffentlich) an Bedeutung verlieren. Weil es in Zukunft mehr darum gehen wird zusammen zu halten und Glauben praktisch werden zu lassen.

In diesem Sinne: Sei ein radikaler Nachfolger Christi! Verleugne nicht dein Fundament, die Bibel! Und pass deinen Glauben nicht der allgemeinen Meinung dieser Welt an!

Ein radikal christlicher Fundamentalist
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2 Gedanken zu „Ein radikal christlicher Fundamentalist

  • 8. August 2014 um 19:17
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    Sehr klare Definitionen! Danke! Ich möchte als Gottes Kind von Herzen gern Seine radikale Fundamentalistin sein, die sich allein auf Ihn verlässt und Ihm allein die Ehre gibt!

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  • 7. August 2014 um 16:39
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    Das ist mir aus der Seele gesprochen! Ich fühle mich als evangelikaler, bibeltreuer Fundamentalist!

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