Die Dunkelheit in mir und Wunden, die nicht heilen.

Durch einen Freund, der mir eine sehr geniale Predigt zugespielt hat, bin ich auf eine sehr interessante Aussage Gottes gestoßen. Es geht um eine Empfehlung, die Gott seinem Volk im Alten Testament gibt. Ich glaube, diese Worte sind so aktuell wie nie. Im großen und ganzen geht es im folgendem Abschnitt um Barmherzigkeit. Um einfache, gelebte Barmherzigkeit. Es geht nicht um die großen Glaubenstaten. Nicht um übermenschliche Aufopferung im Dienst für Gott. Es geht um das einfache, praktische Leben.

Unsere Zeit, in der wir leben, ist geprägt vom Werteverfall. Individualismus steht an oberster Stelle. Kaum einer gibt eine Richtung vor. Jeder geht seinen eigenen Weg. Es ist alles erlaubt, was einen selber weiter bringt und scheinbar glücklich macht. Ich denke man kann das alles auch mit >> Orientierungslosigkeit << übersetzen.

Wenn diese Einschätzung stimmt, dann ist es kein Wunder, dass Depressionen und Angststörungen in unserer Gesellschaft wachsen, wie keine andere Krankheit. Weil genau das, dass Ergebnis einer orientierungslos gewordenen und in sich selbst verlorenen Gesellschaft ist.

Im folgenden Abschnitt finde ich Antworten Gottes, genau auf diesen Zustand und unsere Situation. Wir alle wurden in unserem Leben schon verletzt. Tragen Wunden mit uns herum. Und manche wollen und wollen nicht heilen. Wie findet Heilung an der Stelle statt? Auch das Gefühl der Dunkelheit in einem selber, kennt der ein oder andere sehr genau. Wie kommen wir da raus? Was ist der Weg?

Das Thema Dunkelheit ist an der Stelle sehr interessant, wenn man es mal im biblischen Kontext betrachtet. Dunkel ist es dort, wo Gott nicht ist. Wo Gottes Liebe, Güte und Gnade nicht hineinscheinen kann. Depressionen sind eine Form von Dunkelheit in einem selber. Wo keine Orientierung (im Dunklen ist man orientierungslos), keine Vision und keine Hoffnung mehr da ist, da wird man depressiev. Der folgende Bibeltext bringt an der Stelle im wahrsten Sinne des Wortes Licht in die Dunkelheit.

Jesaja 58, 7-11 (Gute Nachricht Bibel)

„Ladet die Hungernden an euren Tisch, nehmt die Obdachlosen in euer Haus auf, gebt denen, die in Lumpen herumlaufen, etwas zum Anziehen und helft allen in eurem Volk, die Hilfe brauchen! Dann strahlt euer Glück auf wie die Sonne am Morgen und eure Wunden heilen schnell; eure guten Taten gehen euch voran und meine Herrlichkeit folgt euch als starker Schutz. Dann werdet ihr zu mir rufen und ich werde euch antworten; wenn ihr um Hilfe schreit, werde ich sagen: ›Hier bin ich!‹ Wenn ihr aufhört, andere zu unterdrücken, mit dem Finger spöttisch auf sie zu zeigen und schlecht über sie zu reden, wenn ihr den Hungernden zu essen gebt und euch den Notleidenden zuwendet, dann wird eure Dunkelheit hell werden, rings um euch her wird das Licht strahlen wie am Mittag. Ich, der Herr, werde euch immer und überall führen, auch im dürren Land werde ich euch satt machen und euch meine Kraft geben. Ihr werdet wie ein Garten sein, der immer genug Wasser hat, und wie eine Quelle, die niemals versiegt.“

Der gleiche Abschnitt nach der Übersetzung: „Neues Leben – die Bibel“.

„Ich möchte, dass ihr euer Essen mit den Hungrigen teilt und heimatlose Menschen gastfreundlich aufnehmt. Wenn ihr einen Nackten seht, dann kleidet ihn ein. Verleugnet euer eigenes Fleisch und Blut nicht. Wenn du so handelst, wird dein Licht aufleuchten wie die Morgenröte. Deine Heilung wird schnelle Fortschritte machen. Deine Gerechtigkeit geht dir dann voraus und die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. Dann wirst du rufen und der Herr wird antworten. Du wirst um Hilfe schreien und er wird antworten: `Hier bin ich.´ Entferne die Unterdrückung aus deiner Mitte. Lass die höhnischen Fingerzeichen und das trügerische Reden! Öffne dem Hungrigen dein Herz und hilf dem, der in Not ist. Dann wird dein Licht in der Dunkelheit aufleuchten und das, was dein Leben dunkel macht, wird hell wie der Mittag sein. Dann wird dich der Herr beständig leiten und dir selbst in Dürrezeiten innere Zufriedenheit bewahren. Er wird deinen Körper erfrischen, sodass du einem soeben bewässerten Garten gleichst und bist wie eine nie versiegende Quelle.“

Dieses Thema ist nicht das Thema von Torsten Hebel, von dem diese geniale Predigt, die ich eingangs erwähnt habe, stammt. Dieser Punkt kommt nur am Ende seiner Predigt, in einem Nebengedanken, vor. Dennoch ist diese Predigt absolut hören- und sehenswert. Den Link zum Video-Podcast will ich Euch nicht vorenthalten: Predigt von Torsten Hebel im ICF- Zürich

Ich wünsche viel Spaß und gute Gedanken beim Hören!

Foto: © cosmic_spanner / flickr.com

Die Dunkelheit und unsere Wunden
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