Für wen ist die “Gute Nachricht” wirklich eine Gute?

… Heute triumphiert in der Gemeinde die Nüchternheit. Evangelikale sind verantwortungsbewusste Bürger, die den meisten Menschen als Nachbarn zwar angenehm sind, mit denen sie aber kaum ihre Zeit verbringen wollen. Theologen mit langen Gesichtern halten Vorträge über die »Herausforderungen des Glaubens«. Fernsehevangelisten, bei denen jedes (häufig gefärbte) Haar korrekt an seinem Platz liegt, erklären siegesbewusst, wer der Antichrist ist, sagen das Ende der Welt voraus und erklären, wie wir in der Zwischenzeit ein Leben in Gesundheit und Wohlstand führen können. Die christliche Rechte ruft nach moralischer Erneuerung, und normale Christen verweisen auf Mäßigung, Betriebsamkeit und Leistung als wichtigsten Beweis ihres Glaubens. Wir Christen sind oft sehr eifrig bemüht zu zeigen, wie gut wir sind – und vergessen dabei, dass das Evangelium nur schlechten Menschen wie eine gute Nachricht vorkommt…“

Philip Yancey aus: „Warum ich heute noch glaube, Menschen, die mir halfen, die Gemeinde zu überleben“